Am 18. November wird in Stuttgart-Ost ein Stolperstein für den Antifaschisten und Widerstandskämpfer Hans Gasparitsch (1918–2002) verlegt.
Hans Gasparitsch wuchs in Stuttgart-Ostheim auf und engagierte sich bereits als Jugendlicher gegen den Nationalsozialismus. Als Mitglied der Widerstandsgruppe „Gruppe G“ beteiligte er sich an Flugblatt- und Protestaktionen gegen das NS-Regime. 1935 schrieb er als 16-Jähriger die Parolen „Rot Front!“ und „Hitler=Krieg“ auf die Rossebändiger-Statuen im Stuttgarter Schlosspark. Dafür wurde er verhaftet und verbrachte insgesamt zehn Jahre in Gefängnissen und Konzentrationslagern.
Auch nach der Befreiung blieb Hans Gasparitsch politisch aktiv. Er engagierte sich in der Friedensbewegung und setzte sich für die Erinnerung an den antifaschistischen Widerstand ein. Als Zeitzeuge berichtete er in Schulen, Gedenkstätten und bei antifaschistischen Stadtrundfahrten von seinen Erfahrungen und gab diese insbesondere an junge Menschen weiter.
Mit dem Stolperstein soll an sein Leben, seinen Widerstand und sein unermüdliches Engagement gegen Krieg und Faschismus erinnert werden.
Die Stolperstein-Initiative Stuttgart-Ost und das Stadtteilzentrum Gasparitsch laden gemeinsam mit Angehörigen und ehemaligen Weggefährt*innen herzlich zur Stolpersteinverlegung ein.
Im Anschluss an die Verlegung besteht im selbstverwalteten Stadtteilzentrum Gasparitsch, Rotenbergstr. 125, Gelegenheit zum Austausch mit Bewirtung.
Mittwoch, 18. November, 11 Uhr
Haußmannstr. 174 – am Wohnhaus von Hans Gasparitsch





