Freiheit für wen? Mileis Argentinien als Versuchslabor der Ultrarechten – Veranstaltung & Diskussion mit dem Autor

Ende 2023 übernahm Javier Milei die Präsidentschaft in Argentinien – nun finden in einem Jahr erneut Präsidentschaftswahlen statt. Über den selbsternannten „Anarchokapitalisten“ hieß und heißt es immer noch oft, er bringe Argentinien nach Jahrzehnten der Misswirtschaft wieder auf Vordermann. Auch in Deutschland fordern Mitglieder von FDP, CDU und AfD, man solle doch auch hier „mehr Milei wagen“.

Doch woraus besteht Mileis ultraliberales Schockprogramm? Wer profitiert davon, wer leidet unter der Rosskur? Welchen Schaden nimmt die Demokratie? Ist die Kettensäge Ausdruck einer international erstarkenden Ultrarechten in einer Welt des Umbruchs? Und wie steht es um den Widerstand in einem Land, das sich einer rebellischen Tradition rühmt? Ausgehend von Mileis Schlachtruf „Es lebe die Freiheit, verdammt!“ fragt der Autor, wessen Freiheit gemeint ist. Für das Buch sprach er mit Expert*innen, Politiker*innen, Aktivist*innen von sozialen Bewegungen und Journalist*innen.
Er war auf Demonstrationen, in Suppenküchen oder bei Militärparaden. Er hat Lithium- und Kupferminen, das Öl- und Gasfeld Vaca Muerta und Wahlkampfveranstaltungen besucht. Seine Analyse gibt, journalistisch aufbereitet, Hinweise darauf, welche Lehren aus dem Projekt Milei zu ziehen sind. Und darauf, wie sich das Land bereits in der kurzen Zeit verändert hat. Ein Jahr vor den Präsidentschaftswahlen stellt sich die Frage, wie es in Argentinien weitergehen wird.

Frederic Schnatter (Jg. 1988) hat in Berlin und Buenos Aires Spanisch, Geschichte und Lateinamerika-wissenschaften studiert. Er ist freier Journalist und lebt und arbeitet zwischen Berlin, Madrid und Buenos Aires.

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Datum

Do., 05. November 2026

Uhrzeit

19:00 - 21:00

Veranstaltungsort

Stadtteilzentrum Gasparitsch
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