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SUMMARY:„Dort kämpfen, wo das Leben ist!“ – Gramsci, Hegemonie, Gegenmacht und revolutionäre (Real-)Politik – mit Orhan Sat
DESCRIPTION:\n„Glück und Freiheit werden durch Konsum erreicht“\n„Harte Arbeit führt automatisch zu Erfolg“\n„Der Kapitalismus ist die einzige denkbare Gesellschaftsform“\n„Loyalität zum Nationalstaat ist selbstverständliche Pflicht“\n\nDiese Glaubenssätze sind so tief in der Gesellschaft verankert, dass sie von den meisten als „natürlich“ oder „selbstverständlich“ akzeptiert werden. All das ist Teil dessen, was Antonio Gramsci (1891-1937) als Hegemonie beschrieben hat: Kapitalistische Herrschaft basiert nicht allein auf Gewalt, sondern auf der aktiven Zustimmung zu den unterdrückerischen Verhältnissen. Diese wird durch die Vermittlung kapitalistischer Werte über Schule, Medien, Kultur und Alltag ständig reproduziert. Und so werden die Interessen der Herrschenden zu scheinbaren Allgemeininteressen.\nWenn wir diese Verhältnisse verändern wollen, reicht Kritik allein nicht aus. Es braucht den Kampf um die Herzen und Köpfe – um den Alltagsverstand – der Menschen. Es geht um den Aufbau von Gegenmacht. Und dafür müssen wir „dort kämpfen, wo das Leben ist!“\nDoch was steckt hinter diesem Aufruf, hinter „Alltagsverstand“, „Gegenmacht“ und vor allem: Was sind die theoretischen Grundlagen von „Hegemonie“? Auf diese und weitere Fragen wird Orhan Sat in der Veranstaltung eingehen. Gemeinsam wollen wir diskutieren, was dies für eine heutige linke Praxis bedeuten kann – wie konkret Gegenmacht im Alltag aufgebaut werden kann und wie dies mit dem „dort kämpfen, wo das Leben ist“-Aufruf zum revolutionären 1. Mai zusammenhängt.\nOrhan Sat ist in der Türkei geboren und musste das Land aufgrund seiner politischen Aktivitäten verlassen. Er ist heute als Gewerkschaftssekretär aktiv und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Hegemonie, Klassenpolitik und Fragen der Organisierung. Als Referent und Teilnehmer ist er regelmäßig an den Braunschweiger Gramsci-Tagen beteiligt und bringt sowohl theoretische als auch praktische Perspektiven in die Diskussion ein.\n\nSamstag, 06. Juni, 18 Uhr\nStadtteilzentrum Gasparitsch\nRotenbergstr. 125, Stuttgart\nAm 07. Juni: Workshop mit Orhan Sat zu „Revolutionäre Stadtteilarbeit“ – Es gibt nur begrenzte Plätze. Bitte meldet euch an per Instagram über @oa.stuttgart oder unter stuttgart@organisierte-autonomie.org.\n\nDie Veranstaltung findet in unserer Reihe „Theorie trifft Praxis“ statt. In der Reihe ergänzen wir unsere praktische Arbeit durch Veranstaltungen, die sie mit theoretischem Wissen untermauern und inhaltliche Debatten anregen. Ziel ist es, das wechselseitige Verhältnis von Theorie und Praxis zu stärken und eine fundierte Auseinandersetzung zu fördern.\nBegleitend dazu stellen wir kuratierte Materiallisten mit Buchempfehlungen, Filmen, Dokumentationen und Podcasts zur Verfügung.\n\nDie Veranstaltung wird organisiert von der Organisierten Autonomie und unterstützt von der Rosa Luxemburg Stiftung Baden-Württemberg\n \n
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<li>„Glück und Freiheit werden durch Konsum erreicht“</li>
<li>„Harte Arbeit führt automatisch zu Erfolg“</li>
<li>„Der Kapitalismus ist die einzige denkbare Gesellschaftsform“</li>
<li>„Loyalität zum Nationalstaat ist selbstverständliche Pflicht“</li>
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<p>Diese Glaubenssätze sind so tief in der Gesellschaft verankert, dass sie von den meisten als „natürlich“ oder „selbstverständlich“ akzeptiert werden. All das ist Teil dessen, was Antonio Gramsci (1891-1937) als Hegemonie beschrieben hat: Kapitalistische Herrschaft basiert nicht allein auf Gewalt, sondern auf der <strong>aktiven Zustimmung zu den </strong><strong>unterdrückerischen </strong><strong>Verhältnissen</strong>. Diese wird durch die Vermittlung kapitalistischer Werte über Schule, Medien, Kultur und Alltag ständig reproduziert. Und so werden die Interessen der Herrschenden zu scheinbaren Allgemeininteressen.</p>
<p>Wenn wir diese Verhältnisse verändern wollen, reicht Kritik allein nicht aus. Es braucht den Kampf um die Herzen und Köpfe – um den Alltagsverstand – der Menschen. Es geht um den Aufbau von <strong>Gegenmacht. </strong>Und dafür müssen wir „dort kämpfen, wo das Leben ist!“</p>
<p>Doch was steckt hinter diesem Aufruf, hinter „Alltagsverstand“, „Gegenmacht“ und vor allem: Was sind die theoretischen Grundlagen von „Hegemonie“? Auf diese und weitere Fragen wird Orhan Sat in der Veranstaltung eingehen. Gemeinsam wollen wir diskutieren, was dies für eine heutige linke Praxis bedeuten kann – wie konkret Gegenmacht im Alltag aufgebaut werden kann und wie dies mit dem „dort kämpfen, wo das Leben ist“-Aufruf zum revolutionären 1. Mai zusammenhängt.</p>
<p><strong><i>Orhan Sat</i></strong><i> ist in der Türkei geboren und musste das Land aufgrund seiner politischen Aktivitäten verlassen. </i><strong><i>Er ist heute als Gewerkschaftssekretär aktiv und beschäftigt sich seit vielen Jahren mit Hegemonie, Klassenpolitik und Fragen der Organisierung.</i></strong><i> Als Referent und Teilnehmer ist er regelmäßig an den </i><strong><i>Braunschweiger Gramsci-Tagen</i></strong><i> beteiligt und bringt sowohl theoretische als auch praktische Perspektiven in die Diskussion ein.</i></p>
<hr />
<p><strong>Samstag, 06. Juni, 18 Uhr</strong><br />
Stadtteilzentrum Gasparitsch<br />
Rotenbergstr. 125, Stuttgart</p>
<p>Am 07. Juni: Workshop mit Orhan Sat zu &#8222;Revolutionäre Stadtteilarbeit&#8220; – Es gibt nur begrenzte Plätze. Bitte meldet euch an per Instagram über @oa.stuttgart oder unter stuttgart@organisierte-autonomie.org.</p>
<hr />
<p><em>Die Veranstaltung findet in unserer Reihe „Theorie trifft Praxis“ statt. In der Reihe ergänzen wir unsere praktische Arbeit durch Veranstaltungen, die sie mit theoretischem Wissen untermauern und inhaltliche Debatten anregen. Ziel ist es, das wechselseitige Verhältnis von Theorie und Praxis zu stärken und eine fundierte Auseinandersetzung zu fördern.</em></p>
<p><em>Begleitend dazu stellen wir kuratierte Materiallisten mit Buchempfehlungen, Filmen, Dokumentationen und Podcasts zur Verfügung.</em></p>
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<p>Die Veranstaltung wird organisiert von der Organisierten Autonomie und unterstützt von der Rosa Luxemburg Stiftung Baden-Württemberg</p>
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